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Bergrennen für historische Fahrzeuge in Prag  
   

Bergrennen für historische Fahrzeuge in Prag

Mit einem Grußwort der Thüringischen Ministerpräsidentin, Frau Christine Lieberknecht, im Gebäck, gingen am 03.09.2010 insgesamt 12 Mitglieder des Ost Klassiker Klubs Wolkramshausen mit 5 historischen Fahrzeugen auf die Reise nach Prag um an dem diesjährigen Bergrennen Zbraslav - Jiloviste teilzunehmen.

Beim Veteranen Car Club Prag waren bis zum 20.08.2010, von 220 Oldtimerbesitzern die Anmeldungen für diese bekannte Motorsportveranstaltung eingegangen, welche seit 1908 auf der gleichen Streckenführung ausgetragen wurde und auf der, namhafte deutsche Rennfahrer wie Hans Stuck und Rudolf Carracciola um die begehrten Trophäen kämften.

Unter der Leitung von Peter Süssemilch, einen erfahrenen Rennfahrer des ADMV der ehemaligen DDR, gingen 4 PKW und eine Seitenwagenmaschine des Wolkramshäuser Klubs an den Start. Bei strahlenden Sonnenschein und tausenden Zuschauern, begann nach einer Ausstellung aller teilnehmenden Fahrzeuge am Sonnabend, ab 13.00 Uhr der Wettbewerb. Voller Spannung aber auch voller Freude verlief für alle Teilnehmer aber auch für die Zuschauer das diesjährige Bergrennen und gegen 16.00 Uhr standen die Sieger fest.

Für die Wolkramshäuser Teilnehmer, welche sich bei der starken und erfahrenen Konkurrenz kaum eine Chance ausgerechnet hatten, löste die Verkündigung der Siegergebnisse, einen Ansturm von freudigen Gefühlen aus.

In der Kategorie der historischen Fahrzeuge bis Baujahr 1982, erreichte Steffen Eckhardt mit seiner Seitenwagen AWO den 3. Platz (Kräder) und Christian Rein mit seinen Wartburg 353 den 2. Platz (PKW).
Einen Ehrenpreis wurde dann noch an Matthias Siebert vergeben, welcher mit seinem Ost Klassiker (Moskwitsch 412) ohne Panne die weiteste Anfahrt nach Prag, zurückgelegt hatte.

Die entsprechenden Bilder bekommen Sie in den nächsten Tagen
    
Hubert W. Rein

Grußwort der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen Christine Lieberknecht

zum Bergrennen historischer Fahrzeuge in Prag

Meine herzlichen Grüße allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bergrennens historischer Fahrzeuge! Auch wenn es sich bei der Fahrt in Prag um einen Wettkampf handelt: Wer mit einem Oldtimer die Straße „unter die Räder“ nimmt, für den wird vor allem die Fahrt selbst zum unvergesslichen Erlebnis. Zumal, wenn das Bergrennen vor der Kulisse einer der schönsten Städte Europas stattfindet.

Ich bin überzeugt: Das Rennen zieht wegen der spektakulären Fahrzeuge, aber auch wegen des historischen Veranstaltungsortes zahlreiche Freunde des Motorsports in seinen Bann. Während die Fahrer einen durchaus anspruchsvollen Parcours zu bewältigen haben, können die Zuschauer am Straßenrand einen seltenen Einblick in die Automobilgeschichte nehmen. In getrennten Läufen gehen Kräder und PKW bis zum Baujahr 1982 an den Start Die Strecke führt vom Prager Stadtteil Zbraslav bis zum Zielort Jiloviste und muss insgesamt zweimal durchfahren werden, bevor mit der schwarz-weißen Flagge gewunken wird.

Nicht nur die Fahrzeuge, auch das Bergrennen selbst hat eine lange Geschichte: Erstmalig fand es 1908 statt. An den Wettbewerben nahmen in den 1930er Jahren auch berühmte Rennfahrer aus Deutschland teil. Unvergessen sind zum Beispiel die Namen Hans Stuck und Rudolf „Karratsch“ Caracciola. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpfte der Veteran Car Club Prag erstmals in den sechziger Jahren wieder an die ehemals sehr erfolgreiche Renntradition an.

Ich freue mich, dass mit dem Ost Klassiker Klub Wolkramshausen erstmals seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder Motorsportbegeisterte aus Thüringen an der Fahrt teilnehmen. Denn Thüringen hat – zum Beispiel mit dem Schleizer Dreieck und dem Ibergrennen – ebenfalls eine große Motorsporttradition vorzuweisen. Zudem kann sich der Freistaat als eine Wiege des Automobilbaus betrachten. In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Freistaat wieder zu einem international wettbewerbsfähigen Standort für Fahrzeugbau und Automobilzulieferer entwickelt. In den Hightechschmieden in Eisenach, Kölleda und anderenorts in Thüringen entstehen die Autos und Motoren des 21. Jahrhunderts. Darauf können wir zu Recht stolz sein.

„Wenn das Auto fahren soll, muss der Motor laufen“, hat Werner Mitsch, ein Aphoristiker, einmal geschrieben. Das gilt heute wie vor hundert Jahren. Und ganz sicher auch für die vielen betagten Automobile, die beim Bergrennen in Prag Tausende Zuschauer anlocken. Dass sie dieses „Museum auf vier Rädern“ erleben dürfen, verdanken wir all jenen, die die historischen Fahrzeuge mit viel Liebe, Geduld und Sorgfalt pflegen – in Thüringen, in Tschechien und anderswo. Sie erhalten mit Ihrem Engagement auch ein Stück Industriegeschichte. Dafür gilt Ihnen mein Dank!

Ich wünsche der Veranstaltung einen guten Verlauf, besonders den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Thüringen viel Erfolg, vor allem aber: Ihnen allen eine sichere, pannenfreie Fahrt!

Christine Lieberknecht

Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen

 

 

 
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