Grußwort
der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen
Christine Lieberknecht
zum Bergrennen historischer Fahrzeuge in Prag
Meine herzlichen Grüße allen Teilnehmerinnen und
Teilnehmern des Bergrennens historischer Fahrzeuge! Auch wenn
es sich bei der Fahrt in Prag um einen Wettkampf handelt: Wer
mit einem Oldtimer die Straße „unter die Räder“ nimmt,
für den wird vor allem die Fahrt selbst zum unvergesslichen
Erlebnis. Zumal, wenn das Bergrennen vor der Kulisse einer der
schönsten Städte Europas stattfindet.
Ich bin überzeugt: Das Rennen zieht wegen der spektakulären
Fahrzeuge, aber auch wegen des historischen Veranstaltungsortes
zahlreiche Freunde des Motorsports in seinen Bann. Während
die Fahrer einen durchaus anspruchsvollen Parcours zu bewältigen
haben, können die Zuschauer am Straßenrand einen seltenen
Einblick in die Automobilgeschichte nehmen. In getrennten Läufen
gehen Kräder und PKW bis zum Baujahr 1982 an den Start Die
Strecke führt vom Prager Stadtteil Zbraslav bis zum Zielort
Jiloviste und muss insgesamt zweimal durchfahren werden, bevor
mit der schwarz-weißen Flagge gewunken wird.
Nicht nur die Fahrzeuge, auch das Bergrennen
selbst hat eine lange Geschichte: Erstmalig fand es 1908 statt.
An den Wettbewerben nahmen in den 1930er Jahren auch berühmte Rennfahrer aus
Deutschland teil. Unvergessen sind zum Beispiel die Namen Hans
Stuck und Rudolf „Karratsch“ Caracciola. Nach dem
Zweiten Weltkrieg knüpfte der Veteran Car Club Prag erstmals
in den sechziger Jahren wieder an die ehemals sehr erfolgreiche
Renntradition an.
Ich freue mich, dass mit dem Ost Klassiker
Klub Wolkramshausen erstmals seit dem Fall des Eisernen Vorhangs
wieder Motorsportbegeisterte aus Thüringen an der Fahrt teilnehmen. Denn Thüringen
hat – zum Beispiel mit dem Schleizer Dreieck und dem Ibergrennen – ebenfalls
eine große Motorsporttradition vorzuweisen. Zudem kann
sich der Freistaat als eine Wiege des Automobilbaus betrachten.
In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Freistaat wieder zu
einem international wettbewerbsfähigen Standort für
Fahrzeugbau und Automobilzulieferer entwickelt. In den Hightechschmieden
in Eisenach, Kölleda und anderenorts in Thüringen entstehen
die Autos und Motoren des 21. Jahrhunderts. Darauf können
wir zu Recht stolz sein.
„Wenn das Auto fahren soll, muss
der Motor laufen“,
hat Werner Mitsch, ein Aphoristiker, einmal geschrieben. Das
gilt heute wie vor hundert Jahren. Und ganz sicher auch für
die vielen betagten Automobile, die beim Bergrennen in Prag Tausende
Zuschauer anlocken. Dass sie dieses „Museum auf vier Rädern“ erleben
dürfen, verdanken wir all jenen, die die historischen Fahrzeuge
mit viel Liebe, Geduld und Sorgfalt pflegen – in Thüringen,
in Tschechien und anderswo. Sie erhalten mit Ihrem Engagement
auch ein Stück Industriegeschichte. Dafür gilt Ihnen
mein Dank!
Ich wünsche der Veranstaltung einen guten Verlauf, besonders
den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Thüringen viel Erfolg,
vor allem aber: Ihnen allen eine sichere, pannenfreie Fahrt!
Christine Lieberknecht
Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen
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